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Jana und Jens rocken die Welt

  • In den Osterferien führte es uns für ein paar Tage nach Oslo. Higlights waren dabei zum einen die spannende Architektur der Stadt, wobei beispielsweise die Osloer Oper zu nennen ist, deren Dach zum Spaziergang einlädt und von wo aus man einen wundervollen Sonnenuntergang genießen kann. Zum anderen bietet die Stadt auch tolle Museen, wie die Munch Gallerie oder das Fram Museum, das den norwegischen Polarforschungsreisen gewidmet ist. Außerdem ist empfehlenswert, mit öffentlichen Fähren den Oslo Fjord mit seinen zauberhaften kleinen Inseln zu erkunden...



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    Nachdem unsere Peru-Reise um einiges anstrengender war, als wir vorher gedacht hätten, hatte unsere Energie in den Herbstferien dann nur für eine entspannende Woche an der holländischen Nordseeküste gereicht...


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    Nun sollte es also für uns zum allerersten Mal in einen richtigen, tropischen Regenwald gehen. Im Amazonasgebiet von Madre de Dios liegt das Nationalreservat Tambopata. Hier steuerten wir nach unserem ersten Inlandsflug, einer einstündigen Busfahrt über Schotterpisten und einer zweistündigen Bootsfahrt eine Ecolodge an. Die ersten Tiere bekamen wir schon während dieser Fahrt zu sehen: Kaimane, Schildkröten, Familien von Wasserschweinen und auch rote Aras. Am Abend wagten wir uns dann auf eine kleine Nachtwanderung, bei der der Waldboden plötzlich gar nicht mehr so leblos wie tagsüber wirkte. Kleines und großes Krabbelgetier kam zum Vorschein und unser Guide lockte sogar Taranteln und Vogelspinnen hervor.
    Am nächsten Tag ging es schon vor 4 Uhr wieder los. Wir fuhren zu einer der größten Papageien-Leckstellen des Gebiets. Hier versammeln sich täglich hunderte Papageien und Aras, um sich mit Mineralstoffen zu versorgen. Jens nutze den Morgen, um sich noch etwas von den Strapazen der vergangenen Tage zu erholen und erlebte eine Überraschung. Eine Affenfamilie stattete der Lodge einen Besuch ab und wurde mit Bananen gefüttert. Später erfuhren wir dann, dass dies eigentlich streng verboten ist, um die Tiere nicht an Menschen zu gewöhnen und weil außerdem eine gewisse Tollwutgefahr besteht. Nachmittags spazierten wir dann noch einmal durch den Regenwald und lernten die heimische Pflanzenwelt kennen. Zu unserem Glück konnten wir auch hier nochmal Totenkopf- und Kapuzineräffchen beobachten.
    Die abschließende abendliche Kaimanbeobachtung war leider ein Reinfall, da die Tiere sich nicht zeigen wollten. Zum Glück hatten wir aber schon tagsüber einige, auch recht große, Exemplare sehen können.
    Am nächsten Morgen ging es dann auf gleichem Weg zurück, mit abschließendem Flug zurück zum Startpunkt Lima. Insgesamt ein ganz schön großer Aufwand für einen recht kurzen Aufenthalt im Dschungel.
    Aufgrund des peruanischen Nationalfeiertags und möglichen Streiks war bis zuletzt nicht klar, ob wir es problemlos zum Hotel schaffen würden oder eine andere Lösung gefunden werden muss. Schlussendlich ging jedoch alles gut und wir konnten den Abend nutzen, um bei einem letzten gemeinsamen Abendessen Abschied zu feiern.





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    Es ist immer schön, wenn man am Ende einer Wanderung ein kleines, sehenswertes Highlight zur Belohnung hat. Umso besser, wenn es sich dabei sogar um die größte Sehenswürdigkeit des Landes handelt. Unesco Weltkulturerbe. Machu Picchu.

    Die gut erhaltene Ruinenstadt wurde von den Inka im 15. Jahrhundert in 2430 Metern Höhe auf einem Bergrücken erbaut. Zweitweilig wohnten hier wohl bis zu 1.000 Menschen in einer Stadt, die sich völlig autark selbst versorgen konnte. Über den Sinn und Zweck dieser Stadt sowie die Umstände ihres Verlassens bestehen mehrere Theorien. Jedenfalls ist die Stadt in den Bergen absolut faszinierend...

    Schade nur, dass wir bei unserem Rundgang durch die Ruinen von unserer Wanderung so geschafft waren, dass wir uns kaum auf den Beinen halten konnten. Wir hätten uns diesem Ort gerne in etwas frischerer Form gewidmet.

    Entsprechend hätten wir auch für den Folgetag gut einen Ruhetag gebrauchen können. Dies war uns aber leider nicht vergönnt. Stattdessen durften wir uns zurück in Cusco direkt wieder auf einen Reisetag vorbereiten. Schon Vormittags würden wir in den Flieger nach Puerto Maldonado steigen. Dort würden wir dann noch ein ganz anderes Peru kennenlernen. Die Amazonasregion und den Dschungel...






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    Nach den Eindrücken in Textform, gibt es hier noch ein kleines Video zu sehen:

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    Tag 4 (Montag):

    Heute wurden wir bereits um 3:30 Uhr mit dem obligatorischen Coca-Tee ans Bett, oder besser gesagt an die Zelttür geweckt. Die Träger müssen nämlich den ersten Zug zurück nach Cusco erwischen, der bereits um 5:15 Uhr losfährt. Alle weiteren Verbindungen sind für sie unbezahlbar. Wenn wir etwas am Inka-Trail kritisieren würden, dann - neben der wirklich grenzwertigen Toilettensituation ab der zweiten Hälfte von Tag 2 - dann das. Schnell musste alles aufgeräumt und verstaut werden und dann mussten sie auch schon im Dunkeln den Berg hinabhetzen. Wir warteten bis ca. halb 6 an einem Unterstand mit Bänken, um dann als letzte Gruppe und ohne Druck von hinten durch andere Gruppen auf die letzte kurze Etappe zu starten.

    Dank einer gehörigen Dosis Paracetamol am Abend und in der Nacht ging es Jens, bis auf den hartnäckigen Husten, zum Glück wieder etwas besser. Noch einmal quälen, 2 Stunden lang Stufen hinauf und hinab. Dann der letzte, extrem steile Anstieg hinauf zum Sonnentor: auch Fegefeuer genannt. Und plötzlich lag Machu Picchu vor uns, der Lohn für die Mühe und die Qualen der letzten Tage. Ein paar Tränen flossen tatsächlich vor Glück und Erleichterung. Die Tour führt einen körperlich und emotional an die Grenzen, durch Jens Erkrankung und die Sorgen die ich mir deshalb machte, sicherlich noch ein Stück mehr als gewöhnlich.

    Es ist, wie Marco im Vorab-Briefing angekündigt hatte:man wird gewaltig aus seiner Komfortzone geschubst, aber genauso gewaltig belohnt.



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    Tag 3 (Sonntag):

    Der dritte Tag gilt als der schönste Abschnitt des Inkatrails. Zunächst ging es wieder steil hinauf. 400 anstrengende Höhenmeter waren zu bewältigen. Jens Husten war noch schlimmer geworden und er war immer noch geschwächt, jede Stufe war auch weiterhin eine Qual für ihn. Unsere Rucksäcke waren heute leichter, denn wir hatten vorsorglich etwas mehr Gepäck abgeben als am Vortag. Und dann begann der schönste Teil der Strecke. Es ging Stufe um Stufe hinab, mal sehr steil und mal weniger steil durch die grüner werdende Vegetation, die an einen botanischen Garten erinnerte. Wir waren im Nebelwald angekommen und merkten nun neben der Beinmuskulatur auch deutlich unsere Knie.

    Kurz vor der Mittagspause musste noch ein letzter Anstieg bewältigt werden und dann sollte es laut unserer Guides nur noch flach bis zum Rastplatz weitergehen. Allerdings haben wir hier das peruanische „flach“ kennengelernt… etliche Kurven schlängelte sich der Weg hinab und wieder (steil) hinauf, gefühlt unendlich lang. Die Landschaft konnten wir schon längst nicht mehr genießen…

    Nach der Mittagspause begann der Abstieg ins letzte Camp, wieder vorbei an Ruinen und durch den Nebelwald. Einfach toll. Marco hatte nicht zu viel versprochen. Und auch wenn täglich 500 Personen auf dem Inkatrail starten hatte man für weite Teile des gesamten Trails das Gefühl, ganz alleine unterwegs zu sein. Um Jens machte ich mir ab dem Nachmittag aber schon wieder mehr Sorgen, denn es ging ihm wieder schlechter und nun gesellte sich auch noch leichtes Fieber hinzu, dass im Laufe des Abends und in der ersten Nachthälfte immer schlimmer wurde.

    Im Camp angekommen legte er sich dann auch nur noch ins Zelt und schlief, während ich mir mit den Rest der Gruppe noch Winay Wayna, auch „Klein Machu Picchu“ genannt, anschaute. Ein guter Vorgeschmack auf den Höhepunkt des Trails am nächsten Tag, wenn wir in aller Frühe Machu Picchu erreichen würden.





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    Ein Paar auf Reisen...


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