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Jana und Jens rocken die Welt

  • Wir haben den viertägigen Inka Trail geschafft! Und wir selbst sind jetzt auch ganz schön geschafft.

    Weitere Infos werden noch folgen...

    Obwohl wir heute eigentlich einen Ruhetag bräuchten, müssen wir direkt schon wieder weiterreisen ins Amazonasgebiet. Auch dort kann es gut sein, dass wir wieder für ein paar Tage ohne Internet sein werden.

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    Nachdem wir mit unserer Fahrt durch Juliaca eine der Schattenseiten Perus zum Glück nur im Vorbeifahren kennengelernt haben, haben wir in den letzten beiden Tagen die absolut sehenswerte, ehemalige Inkahauptstadt Cusco genossen.

    Gestern führte uns der Guide Marco in die Inkakultur ein und besuchte mit uns einige wichtige Inkastätten, die unmittelbar rund um und in Cusco liegen. Beeindruckend ist dabei vor allem die Trockenbauweise der Inkas. Die für die Bauwerke benutzten Steine (teilweise riesengroße Brocken) wurden so aufwendig bearbeitet, dass sie - ohne Verwendung von Mörtel - perfekt ineinandergreifen. Anschließend durchstreiften wir die Altstadt zu Fuß und besuchten den „goldenen Tempel“, der von den Inkas zu Ehren des Sonnengottes erbaut wurde. In der Kolonialzeit wurde das Gold geplündert und der zerstörte Tempel zu einem dominikanischen Kloster umgebaut. Das Gebäude ist ein gutes Beispiel für den sogenannten Synkretismus, der Vermischung der verschiedenen Kulturen bzw. Religionen.

    Am heutigen Donnerstag waren wir dann auf eigener Faust unterwegs in den verschiedenen Vierteln der Stadt und besuchten natürlich auch die Kathedrale. Hier kann man sehen, wo das viele Inkagold geblieben ist. Die katholische Kirche zerstörte als Machtdemonstration den Palast des 8. Inkakönigs und erbaute darauf dann die Kathedrale. Neben sehr viel Gold und Silber gibt es einen schwarzen Jesus und ein großes Wandgemälde des letzten Abendmals zu sehen, bei dem „Cuy“, also Meerschweinchen aufgetischt wird.

    Unser Cusco-Guide Marco wird uns übrigens auch auf dem nun anstehenden 4-tägigen Inkatrail begleiten. Schon beim halbstündigen Briefing, bei dem er uns alle wichtigen Informationen mitteilte, fühlten wir uns sehr gut beraten und freuen uns nun auf dieses sicherlich in vielerlei Hinsicht unvergessliche Erlebnis. Da es weder Strom noch Internet gibt, werden wir uns mit unseren Eindrücken vom Inkatrail erst wieder melden, wenn wir am Montagabend zurück in Cusco sind.






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    Schon am Sonntag überbrachte uns Alejandro schlechte Nachrichten. In ganz Peru sollte es am Montag einen landesweiten Streik der LKW-Fahrer geben. Übersetzt heißt das, das sämtliche wichtige Straßen komplett von LKW blockiert werden und dass unpassierbare Straßensperren errichtet werden. Außerdem war unklar, ob sich der Streik mehrere Tage hinziehen würde. Dabei sollte ausgerechnet die Region zwischen Puno und Cusco besonders stark vom Streik betroffen sein.

    Cusco ist unser nächstes Ziel und stellt als ehemalige Inka-Hauptstadt eines der Highlights der Reise dar, umso ärgerlicher wäre es natürlich für uns, wenn sich unsere Weiterfahrt um einen oder gar mehrere Tage verzögern würde, denn auch der Inka-Trail steht ja bereits in Kürze an.

    Am Montagabend kristallisierte es sich dann mehr und mehr heraus, dass eine Weiterfahrt am nächsten Tag wohl möglich sei, trotzdem aber mit erheblichen Schwierigkeiten in Juliaca zu rechnen sei. Hier herrscht bei solchen Streiks wohl immer eine besonders aggressive Atmosphäre und die Stadt sei sowieso sehr kompliziert. Alejandro sagte nur, dass wir schon sehen werden was er damit meint, wenn wir dort durchfahren.

    So war es dann auch. Nachdem wir noch einige Stunden das Landleben an einem der für uns bisher schönsten Orte Perus genießen durften, fuhren wir tatsächlich durch den schrecklichsten Ort, den wir auf unseren Reisen jemals gesehen haben. Auf der Zufahrtsstraße türmte sich der Müll am Straßenrand (was wohl gar nichts mit dem Streik zu tun hatte) und zusätzlich war die Straße durch den Streik ungefähr alle 200m durch Steine, Geröll und anderem blockiert, so dass unser Busfahrer uns im Slalom durchmanövrieren musste. Immer wieder mussten er oder Alejandro aussteigen, um einzelne Steine und andere Hindernisse wegzuräumen und den Weg freizumachen. Juliaca selbst kann man kaum in Worte fassen. Alles ist verdreckt und voller Müll. Da die Hauptstraße blockiert war, mussten wir uns durch ein Labyrinth aus unasphaltierte Nebenstraßen quälen, die ebenfalls immer wieder blockiert waren, entweder durch den Streik oder weil einfach Berge von Bauschutt und Müll herumlagen. An einer Stelle trafen wir auf Demonstranten, die tatsächlich mit Steinen nach unserem Bus warfen. Zum Glück waren wir weit genug entfernt und sie trafen uns nicht. Im Bus wurde die Stimmung zusehens angespannter. Nach einer gefühlten Ewigkeit schafften wir es aus diesem fürchterlichen Labyrinth heraus und konnten die weiteren 7 Stunden Fahrt in Angriff nehmen. Fotos haben wir während der Fahrt durch Juliaca nicht gemacht, weil uns Alejandro im Vorfeld eindringlich aufgefordert hat, dies nicht zu tun, um die Demonstranten nicht zu provozieren.


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    Eine ganz besondere Unterkunft erwartete uns in der Nacht von Montag auf Dienstag. Fernab von moderner Zivilisation übernachteten wir bei Familien der Dorfgemeinschaft von Llachon. Was vor einigen Jahren als Sozialprojekt begann, bei dem nur wenige Familien mitmachten, hat sich mittlerweile auf viele Familien im Dorf ausgeweitet. Wir kamen bei Theodosia unter, einer alten Dame, die uns herzlich begrüßte und uns fröhlich auf Spanisch (immerhin, denn viele Menschen dort sprechen nur Quechua) alles erklärte. So konnten wir immerhin einige Wortfetzen verstehen und die Verständigung klappte erstaunlich gut. Unser Zimmer grenzte an ihr Haus an. Verständlicherweise möchten die Familien nicht, dass die Touristen in ihren Privaträumen schlafen. Unsere Koffer wurden von einem Esel (der arme Kerl) transportiert. Unser Schlafraum war zwar schlicht, aber auch nicht ungemütlich. Und es gab wider Erwarten auch Strom. Das Badezimmer war erstaunlich komfortabel und es gab sogar etwas lauwarmes Wasser. Da es in den Hütten keine Heizung gibt, war unser Bett mit 5 dicken Decken ausgestattet, was das Umdrehen in der Nacht zu einem echten Kraftakt machte. Da war man bei einer Höhe von 3800m direkt wieder aus der Puste.
    Das Hauptgebäude, in dem wir die Mahlzeiten mit der Gruppe einnahmen befand sich gut 10 Minuten querfeldein entfernt. Zum Glück führte uns Theodosia zum Abendessen dorthin, denn es war stockfinster und alleine hätten wir den Weg trotz Taschenlampen nie gefunden.

    Tagsüber unternahmen wir eine weitere wunderschöne Wanderung zur Spitze der Halbinsel, an der es einen tollen Aussichtspunkt auf ca. 4100m Höhe gibt. Wir konnten sogar bis nach Bolivien blicken. Ein weiteres gutes Training für den Inkatrail.






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    Früh morgens - wir eigentlich immer auf dieser Reise - legte unser Boot am Hafen von Puno ab, dass uns nach einem Zwischenstopp bei den schwimmenden Dörfern der Uros, nach Llachón auf der Halbinsel Capachica bringen sollte. Unser Gepäck wurde auf dem Dach des Bootes verstaut und los ging die Fahrt. Schon nach ca. 30 Minuten erreicht man die Inseln, die komplett aus Schilf gebaut sind und auf denen die Menschen immer noch mehr oder weniger traditionell leben. Allerdings entwickeln sich, zumindest ein Teil der Inseln, mehr und mehr zu einer Touristenattraktion, die ein gemischtes Gefühl hinterlässt. Interessant war es allemal zu erfahren, wie die Inseln komplett aus Schilf gebaut und instandgehalten werden. Nach diesem Zwischenstopp würden wir dann als nächstes die Dorfgemeinschaft von Llachón und das Leben der peruanischen Bauern näher kennenlernen.



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    Am Sonntag machten wir uns auf den Weg nach Puno am Titicacasee. Dabei überquerten wir zwei Pässe in 4.900 Meter und 4.700 Meter Höhe. Man merkt schon, dass sich unsere Körper nach mehreren Tagen bereits ein wenig an die Höhenlagen gewöhnt haben. Trotzdem stellten sich heute aber wieder anhaltende Kopfschmerzen ein. Am Nachmittag erreichten wir unser Hotel in Puno. Am Montag werden wir dann auch eine interessante Bootsfahrt auf dem Titicacasee unternehmen. Außerdem werden wir das Dorf Llachón, das auf einer kleinen Halbinsel liegt, besuchen und dort das Leben der peruanischen Bauern näher kennenlernen. Für die Übernachtung werden wir dann auf mehrere Familien aufgeteilt. Wie es aussieht, werden wir dort wohl ohne Strom und Internet sein, so dass wir hier Blog wohl einen Tag Pause machen müssen...


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    Am Samstag machten wir zum Abschluss des Tages noch eine traumhaft schöne Wanderung durchs Colca-Tal.

    Wir starteten im kleinen Dorf Coporaque und wanderten entlang der Schlucht und den Terrassen zu den Ruinen von Uyo Uyo. Es ging bergauf und bergab, auf einer Höhe von ungefähr 3600 Metern. Vor allem bei den Anstiegen merkte man die dünnere Luft natürlich deutlich - ein gutes Training also für den in ein paar Tagen anstehenden Inkatrail.

    An den Ruinen trafen wir auf neue Wegbegleiter. Eine Truppe von drei Hunden gesellte sich zu uns und begleitete uns den noch ausstehenden Weg zurück bis zum Hotel in Yanque. Vielleicht haben sie uns für eine Erweiterung Ihres Rudels gehalten, sie warteten jedenfalls an jeder Abzweigung geduldig, wohin wir denn gehen würden und ließen sich auch von anderen Wandergruppen nicht beirren. Streicheln sollte man solche Hunde allerdings tunlichst nicht, es sei denn man möchte mit Flöhen weiterreisen.







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