Am Dienstag starteten wir am Nachmittag eine Wanderung auf Calvis „Hausberg“, den Capu di à Veta. Die Wanderung wird als mittelschwer angegeben, aber schon der Blick aus dem Tal auf den knapp 700m hohen Gipfel ließ vermuten, dass das letzte Stück bis zum Gipfelkreuz ziemlich anspruchsvoll werden sollte. Der Start der Wanderung liegt an der kleinen Kapelle Madonna della Serra. Die erste Hälfte der Strecke war für uns problemlos machbar und bietet tolle Ausblicke auf die Bucht von Calvi. Die zweite Hälfte wird dann spannender: immer entlang der kleinen Steinmännchen, die einem den Weg weisen, gewinnt man durch die zahlreichen steilen Pfade und einige kleine Klettereinlagen schnell am Höhe. Ganz schön schweißtreibend bei den Temperaturen. Nach einer kurzen Pause am Gipfelkreuz entschieden wir uns, weiter den roten Markierungen zu folgen und den Abstieg in die andere Richtung zu wagen, da wir auf dem Hinweg das ein oder andere Mal zweifelten, wie wir die Stelle auf dem Rückweg bewältigen sollten. Gefühlt war der Abstieg in dieser Richtung wirklich einfacher, wir kamen jedoch natürlich einige Kilometer vom Parkplatz entfernt an und mussten dann einige weitere Kilometer abreißen, um schließlich völlig geschafft das Hotel zu erreichen (und unseren Mietwagen am Startpunkt des Wanderweges zurückzulassen - diesen würden wir halt am Folgetag mit Hilfe eines Taxis wieder abholen…).
Die Calanche de Piana und das Cappo Rosso sind eines der Highlights an der Westküste. Wir haben die bizarre Felslandschaft aus rotem Granitstein vom Wasser aus bewundert. In dem Örtchen Porto gibt es zahlreiche Veranstalter, die Touren anbieten. Unser Eindruck ist, dass die Touristenkapazitäten coronabedingt hier auf Korsika bei weitem nicht ausgelastet sind. Somit war es kein Problem, spontan eine passende Tour zu finden. Die Wartezeit haben wir uns mit einer gemischten Platte mit korsischen Spezialitäten versüßt.
Die Coronazeit ist noch nicht überwunden. Und nach ein paar ruhigen Wochen kommt durch die Delta Mutante auch leider wieder Dynamik ins Infektionsgeschehen. Aber trotzdem ist in diesem Sommer in Sachen Reisen wieder einiges möglich. Vor allem da mittlerweile schon viele Menschen gegen COVID-19 geimpft sind. Jana und ich sind zum Glück auch schon durch.
Und so sind wir in diesem Jahr mal wieder mit dem Flieger unterwegs. Es geht für eine Woche nach:
Korsika!
Als hätten wir es geahnt, dass das im darauffolgenden Jahr schlagartig einreißen würde…
Unsere Reisepläne für 2020 hatten sich damit erst einmal erledigt.
Natürlich war es nicht so, dass 2020 gar nichts möglich gewesen wäre. Vor allem hatten wir ja im Sommer ein relativ entspanntes Infektionsgeschehen und dadurch einen halbwegs normalen Alltag. Aber unsere Urlaube fanden im ersten Coronajahr halt in deutlich kleinerem Maßstab statt, als wir es in der Vergangenheit gewohnt waren.
Auch schön. Wenn auch natürlich ein wenig unspannend…






















































