Nachdem wir Montag und Dienstag die Region rund um Füssen mit dem Motorrad erkundet haben und dabei u.a. auch eine kleine Badepause am wunderschön gelegenen Illasbergsee eingelegt haben, sind wir am Mittwochmorgen in Schwangau aufgebrochen. Ursprünglich hatten wir geplant, uns auf den Rückweg zu machen und zwei Tage in München zu verbringen. Allerdings war uns dann doch mehr nach einer kleinen Allgäu-Zugabe und wir haben uns entschieden, bis Samstag in Oberstdorf zu bleiben. Hier ist es wunderschön und wir haben das Gefühl, dass viel zu wenig Zeit übrig ist un alles zu machen was möglich ist.
Kleiner Spoiler: Für Freitag steht ein richtiges Highlight an! (Wenn das Wetter mitspielt...)
Am Sonntag war es dann mal Zeit für eine Wanderung. Und diese entwickelte sich sogar zu einem echten Highlight! Die Wanderung startete in Hohenschwangau wo es zunächst hinauf zur Marienbrücke ging. Hier musste man erst einmal etwas Schlange stehen, da sich eine ganze Schar von Touristen an und auf der Brücke tummelte. Von dort erhält man nämlich einen wundervollen Ausblick auf das märchenhafte Schloss Neuschwanstein. Die meisten Touristen kehren dann wieder um, so dass wir unseren weiteren Weg nach der Brücke dann ungestört fortsetzen konnten. Der Aufstieg auf den Tegelberg war nicht ohne, erforderte teilweise auch kleinere Klettereinlagen, und war damit durchaus anspruchsvoll. Der Weg belohnte einen aber immer wieder mit fantastischen Ausblicken auf die Allgäuregion und das Alpenpanorama. Und auch Schloss Neuschwanstein zeigte sich immer wieder aus unterschiedlicher Perspektive. Auf der Bergspitze genossen wir dann etwas erschöpft, aber glücklich ein paar kühle Radler, bevor es dann entspannt mit der Bergbahn (und abermals atemberaubenden Ausblick) wieder bergab ging.
Im beschaulichen Schwangau bei Füssen haben wir für 5 Nächte eine Ferienwohnung gemietet und können nun etwas zur Ruhe kommen. Die Unterkunft liegt nur 5 Gehminuten vom Forggensee entfernt und wir haben sogar eine Terasse mit Alpenblick. Am Samstag haben wir eine Motorradauszeit genommen, stattdessen einen Spaziergang am See entlang zur Altstadt von Füssen gemacht und abends dann endlich auch mal die bayrische Küche genossen.
Unser letzter Stopp vorm Allgäu war Konstanz. Im Vergleich zu Freiburg fiel Konstanz in unserer Gunst etwas ab. Die Stadt hat uns irgendwie nicht so richtig abgeholt, auch wenn es rund um den Bodensee natürlich auch richtig schöne Ecken gibt. Interessant ist, dass Konstanz unmittelbar an der Schweizer Grenze liegt. So biegt man mitten in der Stadt einfach einmal ab und steht plötzlich unvermittelt vor einer Zollstation. Auch unser Hotel, mit dem klangvollen Namen "Trompeterschlössle", lag schon auf der Schweizer Seite, obwohl man von dort aus problemlos zu Fuß die Altstadt von Konstanz erreichen konnte.
Am Mittwoch ging es für uns noch nicht weiter, sondern wir nutzten den Tag für eine kleine Schwarzwaldrunde auf der Schauinslandstraße, einer bekannten Panomarastraße, und einem Bummel durch Freiburg, das mit dem Zug in wenigen Minuten von Kirchzarten erreichbar ist. Freiburg hat uns richtig gut gefallen. Dort herrscht ein tolles entspanntes Flair, auch wegen der kleinen Bächle, die durch die Altstadt fließen. Hier und generell in der Schwarzwaldregion hätten wir gerne etwas mehr Zeit verbracht und haben somit einen Grund, auf jeden Fall nochmal wieder zu kommen.
Nachdem wir gestern Abend noch ein wenig durch die Karlsruher Innenstadt geschlendert sind und uns die wichtigsten Spots, also das Schloss und das Bundesverfassungsgericht angeschaut haben, ging es heute Morgen dann auch schon weiter in Richtung Schwarzwald. Unsere Erfahrung der ersten beiden Tage hat gezeigt, dass wir auf die von der Motorrad-App berechnete Zeit nochmal mindestens eine bis 1 1/2 Stunden zusätzlich Fahrtzeit einkalkulieren müssen. Das liegt zum einen natürlich daran, dass wir nicht so schnell fahren wie es teilweise möglich wäre. Zum anderen liegt es aber auch daran, dass es unfassbar viele Straßensperrungen mit kilometerlangen Umleitungen gibt. Heute sind wir dann auch noch in einen heftigen Regenguss gekommen. Zum Glück konnten wir uns unterstellen und das Schlimmste abwarten...























































