Unser letzter Stopp vorm Allgäu war Konstanz. Im Vergleich zu Freiburg fiel Konstanz in unserer Gunst etwas ab. Die Stadt hat uns irgendwie nicht so richtig abgeholt, auch wenn es rund um den Bodensee natürlich auch richtig schöne Ecken gibt. Interessant ist, dass Konstanz unmittelbar an der Schweizer Grenze liegt. So biegt man mitten in der Stadt einfach einmal ab und steht plötzlich unvermittelt vor einer Zollstation. Auch unser Hotel, mit dem klangvollen Namen "Trompeterschlössle", lag schon auf der Schweizer Seite, obwohl man von dort aus problemlos zu Fuß die Altstadt von Konstanz erreichen konnte.
Am Mittwoch ging es für uns noch nicht weiter, sondern wir nutzten den Tag für eine kleine Schwarzwaldrunde auf der Schauinslandstraße, einer bekannten Panomarastraße, und einem Bummel durch Freiburg, das mit dem Zug in wenigen Minuten von Kirchzarten erreichbar ist. Freiburg hat uns richtig gut gefallen. Dort herrscht ein tolles entspanntes Flair, auch wegen der kleinen Bächle, die durch die Altstadt fließen. Hier und generell in der Schwarzwaldregion hätten wir gerne etwas mehr Zeit verbracht und haben somit einen Grund, auf jeden Fall nochmal wieder zu kommen.
Nachdem wir gestern Abend noch ein wenig durch die Karlsruher Innenstadt geschlendert sind und uns die wichtigsten Spots, also das Schloss und das Bundesverfassungsgericht angeschaut haben, ging es heute Morgen dann auch schon weiter in Richtung Schwarzwald. Unsere Erfahrung der ersten beiden Tage hat gezeigt, dass wir auf die von der Motorrad-App berechnete Zeit nochmal mindestens eine bis 1 1/2 Stunden zusätzlich Fahrtzeit einkalkulieren müssen. Das liegt zum einen natürlich daran, dass wir nicht so schnell fahren wie es teilweise möglich wäre. Zum anderen liegt es aber auch daran, dass es unfassbar viele Straßensperrungen mit kilometerlangen Umleitungen gibt. Heute sind wir dann auch noch in einen heftigen Regenguss gekommen. Zum Glück konnten wir uns unterstellen und das Schlimmste abwarten...
Bevor es am Sonntag überhaupt losgehen konnte, war für uns die erste Herausforderung, das Gepäck zu verstauen und sicher an den Motorrädern zu befestigen. Jens kann in seinen Sport-Tourer-Koffern und der großen Tasche doch einiges unterbringen. Meine Taschen sehen daneben dann doch echt winzig aus. Unsere erste Etappe führte uns nach Koblenz, wo wir natürlich mit der Seilbahn über den Rhein zur Festung Ehrenbreitstein gefahren sind. Der Blick runter zum Deutschen Eck ist wirklich grandios.
Am Montag ging es dann weiter in Richtung Süden und einem Übernachtungsstopp in Karlsruhe.
Wir haben für uns neu die Leidenschaft fürs Motorradfahren entdeckt! Und da liegt es doch nahe, dass wir in diesem Sommer mal eine andere Art von Urlaub machen und uns mit unseren Motorrädern auf eine erste richtige Tour begeben. Es soll in Richtung Süden ins Allgäu gehen, wo wir in der Nähe von Füssen mehrere Tage verbringen werden. Natürlich fahren wir nicht direkt in einem Rutsch dorthin, sondern fahren auf kurvigen Umwegen und haben auf dem Hin- und Rückweg dann auch noch einige schöne Zwischenstopps eingeplant...
In den Osterferien sind wir zum ersten Mal gemeinsam auf die Kanarischen Inseln gereist. Über Teneriffa hatten wir zuvor nur Gutes gehört und mit unserer Unterkunft im kleinen Örtchen Garachico hatten wir einen einen echten Volltreffer gelandet.
Dass das Wetter im Norden regnerischer ist als im Süden können wir voll und ganz bestätigen. Unsere Wanderung im Teno-Gebirge haben wir komplett im Nebel und Regen durchgezogen. Optimistisch sind wir morgens trotz des dichten Nebels gestartet, es würde ja schon irgendwann aufklaren... Hat es aber nicht. Eine weitere Wanderung im Anaga-Gebirge haben wir nach dieser Erfahrung dann trotz längerer Anreise abgebrochen: bei 11 Grad, Wind und Nebel mag man ja nicht wirklich loslaufen.
Die Vulkanlandschaft rund um den Chinyero und natürlich den Teide, inklusive der Seilbahnfahrt hinauf bis fast zum Gipfel waren jedoch Entschädigung genug. Ein besonderes Highlight war die Karfreitags-Prozession in Garachico, bei der mit verschiedenen Wagen und Fußgruppen die Passionsgeschichte nacherzählt wurde.















































